Es lebe der Lobbyismus?

Das lieblings Thema deutscher Politiker sind eigentlich Kampfhunde, aber in den letzen Jahren geben die Bundesländer die Beissstatistik nicht mehr bekannt, warum? Lobby für bestimmte Hunderassen?
Die letzten Zahlen und Statistiken stammen aus den Jahren 2000 bis 2005, zu sehen unter http://www.mensch-und-haustier.de/hunde/index.php?inhalt=beiss .

FR online hat jetzt angeblich die unter Verschluss gehaltene Hunde-Beißstatistik des Landes Hessen 2004 – 2007, was da drin steht ist wieder mal sehr interressant.
Die meisten Beissvorfälle in diesem Zeitraum gab es mit Schäferhunden 284 mal wurden Mensch und 281 mal wurden Hunde verletzt, dieser Wert ist einsame spitze.
Der neuste “Kampfhund” in Hessen der Rottweiler biss 88 mal Menschen und 111 mal Hunde.
Den dritten Platz belegen die Dobermänner mit 35 bissverletzungen bei Menschen und 25 Hunde verletzungen.
American Staffordshires und American-Pitbull kommen auf 17/43 bzw. 11/34, die Restlichen Hunderassen sind kaum nennenswert.
Wie kommt der Rottweiler auf die Rassenlissenliste und der Schäferhund nicht? Es lebe der Lobbyismus?
Dann kommt von unseren Politikern wieder es gibt mehr Schäferhunde, ist das wirklich so? sicher ist es gibt immer weniger Schäferhunde. Aber es gibt keine Zahlen die die eine Meinung bzw. die andere unterstützen.
Aber darum geht es eigentlich auch gar nicht, ist weil ein Frankfurter ein Raser ist alle Frankfurter Raser? oder weil ein Hamburger ein Dieb sind dann alle Hamburger Diebe? oder weil ein Berliner ein Betrüger ist, sind dann alle Berliner Betrüger? das könnte man immer so weiter führen und die Antwort würde immer Nein lauten!

Genauso verhält es sich, und das ist erwiesen, auch bei den Hunden, nicht jeder Schäferhund ist ein beisser genauso wie ein Rottweiler, aber für unsere Poltiker ist es populärerer eine Rassenliste zu erstellen, als endlich mal eine Vernünftige Gesätzgebung zu schaffen.

Die Rasenliste bzw. Kampfhundeliste hat keinen erfolg im Jahre 2000 gab es in Hessen 72 beissvorfälle
2009 waren es 225, das heißt trotz Kampfhundeliste hat sich die Zahl der Vorfälle verdreifacht, das ist wieder mal ein schönes Beispiel wie sich Politiker zu irgendwelchen schnell Schüssen, auf Grund unsere Medien, hinreissen lassen und alles schlechter machten als es wahr.

Quelle der Zahlen:
FR online vom 30.01.2009 und 27.8.2010

Schleswig-Holstein will Rassenliste abschaffen

Die neue CDU/FDP Koalition in Schleswig-Holstein will die von SPD und Grünen eingeführt Hunderassenliste wieder abschaffen.

Im Koalitionvertrag steht: “CDU und FDP wollen die Bürgerinnen und Bürger vor verantwor­tungslosen Hundehaltern schützen. Die Rasseliste hat sich dafür als nicht ge­eignet erwiesen und wird daher im Gefahrhundegesetz abgeschafft.”

Was Tierschützer und Hundefreunde schon immer fordern, denn der Mensch am Ende der Leine ist das Problem und sehr selten der Hund.

Interessant wird wie dies dann umgesetz wird.

Desweiteren sollen Tierversuche auf ein minimum Reduziert werden, was begrüßenswert ist und Wildtiere sollen in Zir­kusbetrieben verboten werden.